Der Weltjugendtag 2005
- die Tage der Begegnung -

in der Norbertusgemeinde

oder:
"Wer nicht dabei war, hat was verpasst"

01. Erste Hinweise und die Einrichtung des LOK
02. LOK St. Norbertus
03. WJT-Lotterie
04. Weltjugendtagskreuz
05. Treffen des LOK-Arnsberg- Neustadt
06. Info-Veranstaltungen
07. Die Gastgeber
08. Vorbereitungen des sozialen Projekts :Instrumentenbau-Workshop
09. Die Planungen
10. Ablauf der Tage der Begegnung: Mittwoch, Donnerstag
11. Ablauf der Tage der Begegnung: Freitag
12. Ablauf der Tage der Begegnung: Samstag
13. Ablauf der Tage der Begegnung: Sonntag
14. Ablauf der Tage der Begegnung: Montag
15. Dankschreiben
16. Unsere Jugendlichen in Köln
17. Dankeschönabend oder: Eine Nachlese zum Weltjugendtag 2005 in der Norbertusgemeinde
18. Rückblick

Dies ist eine Zusammenfassung der Vorbereitungen und Planungen, der Aktionen und der Tage der Begegnung des WJT 2005 im August aus der Sicht der Pfarrvikarie St. Norbertus im Herbst 2005. Aus vielen verschiedenen Gründen konnte die Zusammenstellung erst Weihnachten 2005 zum Abschluss gebracht werden. Aber: Vielleicht noch rechtzeitig. Eine kleine Hilfe sich zu erinnern.
Hier wird in erster Linie auf die Tage der Begegnung in der Gemeinde St. Norbertus eingegangen - ein weitergehender Einblick in die verschiedenen Abläufe und Projekte der übrigen Gemeinden des Pastoralverbundes fehlt dem Chronisten. Natürlich erhebt diese Darstellung nicht den Anspruch, vollständig zu sein.
Eine Vielzahl weiterer Fotos aus diesen Tagen findet sich unter:
http://www.st-norbertus.de/Bilder/WJT2005/index.html


1. Erste Hinweise und die Einrichtung des LOK

Ende 2003 wurden die Gedanken um das Weltjugendtreffen 2005 im August konkreter. In einem Treffen des Koordinierungskreises Arnsberg-Neustadt am 22. 01. 2004 stellte der Pastoralverbundsleiter Dechant Hubertus Böttcher erste Gedanken vor. Über Pfarrer Paul Stapel aus Neheim sollten Verbindungen zu seinem Bruder Hans Stapel in Brasilien, der als Ordensgeistlicher dort langjährig tätig ist, zu dortigen Jugendgruppen geknüpft werden, um so eine gegenseitige Jugendbegegnung zu initiieren. Mit den brasilianischen Gästen, die in Familien der Gemeinden untergebracht werden, soll ein Tag des sozialen Engagements (Projekte) gestaltet und ein Tag in Paderborn (WW.together) verbracht werden. Allgemein wurden diese ersten Planungen begrüßt.
Bei einem weiteren Treffen im März 2004 konnte bereits von ersten Schritten berichtet werden. Die Installation eines Lokalen Organisationskomitees (LOK) auf der Ebene des Pastoralverbundes Arnsberg-Neustadt wurde beschlossen.
Das LOK - das unbekannte Wesen! Was ist das? Was soll das? Was macht das? Auch die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte haben sich das gefragt.
Die LOK`s hatten die Aufgabe, Vorarbeiten zu leisten, Angebote und Vorschläge zu machen, das Projekt zu steuern und die Pfarrer und Gemeinden über die Arbeit des LOK, die Pläne und Vorhaben zu informieren.
Auch in den übrigen Gemeinden im Dekanat Arnsberg bildete man in dieser Zeit die LOK`s auf der Ebene des Pastoralverbundes.
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2. LOK St. Norbertus

In der Folgezeit sind nach Rücksprache mit dem Pfarrgemeinderat Frau Annedor Ströcker, die Eheleute Gudrun und Günter Homann sowie Herr Bernhard Grüne und Herr Hermann - Josef Hüls-Mellmann tätig geworden.
Frau Ströcker leitete die Aktivitäten und hielt die Fäden in der Hand. Die Eheleute Homann bemühten sich darum, Gasteltern zu finden. Ihre Aufgabe war es, Planungen insoweit vorzunehmen, zu werben, die Unterbringung der Gäste zu koordinieren und Kontakt zu den Gasteltern bis zum Schluss zu halten. Herr Grüne kümmerte sich um organisatorische Fragen (z. B. Begrüßungsschreiben, Info der Gasteltern) und informierte zusammen mit Frau Ströcker Herrn Pfarrer Nokelski, den Pfarrgemeinderat und die Gemeinde. Herr Hüls-Mellmann hat verantwortlich in den Wochen vor den Tagen der Begegnung das soziale Projekt "Klangkörperbau in einem Musikpavillon" zusammen mit Jugendlichen (insbesondere Nadine Ciba, Meike Hahne und Michael Homann) vorbereitet und geplant. Ferner oblagen ihm alle Fragen rund um das Thema "MUSIK" (Workshop, Gottesdienst, usw.).
In wechselnder Zusammensetzung nahmen diese Personen auch an den LOK-Treffen auf der Ebene des Pastoralverbundes für St. Norbertus teil.
Markus und Stefan Kempen erklärten sich bereit, die Internet-Seiten für den Pastoralverbund im Hinblick auf den Weltjugendtag umzusetzen. Das Material hierzu sollte aus allen Gemeinden an die Beiden gemailt werden.
Später haben dann viele verschiedene Personen geholfen: bei Gottesdiensten, bei Vorträgen zum Thema Brasilien, bei den Projekten an den Tagen der Begegnung, bei den Mahlzeiten an den Tagen der Begegnung usw.. Ihnen und auch den Sponsoren der Materialien für den Musikpavillon wird auch an dieser Stelle herzlich gedankt.
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3. WJT-Lotterie

Im Herbst 2004 kündigte das Dekanat die Weltjugendtags-Lotterie an. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte die Lotterie zur Finanzierung des WJT beschlossen. Nach dem vorgegebenen Schlüssel entfielen 300 Lose auf je 1000 Katholiken.

Als Lotteriebeauftragter der Norbertusgemeinde verkaufte Herr Bernhard Grüne erstmalig zum Mitarbeiterfest im September 2004 die Lose. Nach verschiedenen Gottesdiensten und in verschiedenen Gremien wurden die 400 Lose zum Preis von 2,00 € zum Kauf angeboten. Im Januar 2005 waren die letzten Lose verkauft und die Lose mit der Weltjugendtag GmbH abgerechnet.
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4. Weltjugendtagskreuz

Das Weltjugendtagskreuz ist das Symbol der Weltjugendtage; es wurde 1984 von Papst Johannes Paul II den Jugendlichen der Welt anvertraut. Es wurde Ende 2004 bis August 2005 durch alle deutschen Bistümer getragen.
Am 20. Oktober 2004 begleiteten Jugendliche auch aus unserer Gemeinde das Kreuz von Werl nach Soest (auf dem Weg von Dortmund nach Paderborn). Nach einer kurzen Einstimmung in der Wallfahrtsbasilika in Werl folgte die Wanderung nach Soest, wo ein Abschlussgottesdienst stattfand.
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5. Treffen des LOK-Arnsberg- Neustadt

Bei dem Treffen des Koordinierungskreises des Pastoralverbundes Arnsberg - Neustadt am 28. 04. 2004 wurde übereinstimmend festgelegt, dass die Organisation und Vorbereitung in den drei Gemeinden von einem LOK des Pastoralverbundes geleitet wird. Dem LOK gehörten u. a. an: Frau Ute Balkenohl (Liebfrauen), Frau Ulrike Sandrock (St. Pius), Frau Marie-Christin Godefroid, Frau Ursula Hankeln (Pastoralverbund, Gemeindereferentin), Herr Heinrich Gerbracht (Liebfrauen), Frau Annedor Ströcker (St. Norbertus), Herr Bernhard Grüne (St. Norbertus). LOK - Führerin war Frau Ute Balkenohl.

LOK-Führerin leitet Sitzung: 15. Juli 2004
Am 15. Juli trafen sich die Mitglieder unter der Leitung der LOK-Führerin Ute Balkenohl im Gemeindezentrum von St. Norbertus, um die bisherigen Informationen zu bündeln und Aufgaben organisatorischer, spiritueller und kultureller Art in Zusammenhang mit den Begegnungen während des Weltjungendtreffens zu erörtern und zu verteilen. Im Vordergrund stand aber die Besprechung der Werbung für das Weltjugendtreffen an sich und für die Suche der Gastfamilien. Das LOK hatte für den Pastoralverbund einen Flyer entworfen, der im Anschluss an die Gottesdienste verteilt wurde, der aber auch in den Kirchen auslag.

Die Vorbereitungen wurden konkreter, auch in Kleingruppen wurden einzelne Themen vorbereitet. Die Gemeinden waren noch nicht näher über den Stand der Vorbereitungen informiert. Dies folgte jetzt allmählich ab September, Oktober: Der Weltjugendtag und die Tage der Begegnung wurden zum Thema. Für die Zeit von September bis Januar wurden durch verschiedene Aktionen im Pastoralverbund Schwerpunkte gesetzt, so z. B. in den Jugendgottesdiensten, bei Jugendandachten, bei einem Sonntagsgespräch. Inzwischen fanden auch auf Dekanatsebene regelmäßig LOK-Treffen statt. Dort waren alle LOK`s der Pastoralverbünde vertreten.

Weitere LOK-Sitzungen
Weitere LOK-Sitzungen auf der Ebene des Pastoralverbundes fanden u. a. am 11. Oktober 2004, 21. Februar, 17. März, 10. Mai und 21. Juni statt. Zwischen den Hauptbeteiligten gab es rege telefonische Kontakte und eine Vielzahl von Mails, die über den jeweils neuesten Stand informierten.
Themen in den Sitzungen waren z. B. (nur einige wenige Themen):
Abschlussfest, Mitarbeit der Stadt Arnsberg, Teilnahme am WJT in Köln, Teilnahme an ww.together in Paderborn, Organisation Mahlzeiten, Unterbringung der Gäste, WJT-Musical, Soziales Projekt, Teilnehmer Köln ( eine Woche), Flyer, Begrüßung, Verabschiedung, Infoabend für Gasteltern, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierungsfragen, Neuigkeiten, Gastgeberabend, Profil der Gemeinde, Merkzettel für Gastgeber, Arzt
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6. Info-Veranstaltungen

In verschiedenen Info-Veranstaltungen bereiteten der Pastoralverbund und die Gemeinde auf das Weltjugendtreffen vor. Exemplarisch werden hier angeführt der Vortrag von Herrn Wolfgang Hesse, Paderborn, der Abend mit Pastor Paul Stapel, Arnsberg und das WJT-Musical.

"Brasilien - Land der Gegensätze, Land im Aufbruch"
Das Katholische Bildungswerk Arnsberg-Sundern und der Pfarrgemeinderat St. Norbertus hatten zu diesem Vortrag eingeladen. Gedacht war die Veranstaltung als Vorbereitung auf das Weltjugendtreffen, zu dem zahlreiche Gäste aus Brasilien in der Stadt Arnsberg erwartet wurden. Wolfgang Hesse (Paderborn), der wiederholt Brasilien bereist hatte, gab in einem lebhaften Vortrag den interessierten Zuhörern im vollbesetzten Gemeindesaal Einblicke in das gesellschaftliche, kirchliche, kulturelle und politische Leben des im Umbruch befindlichen Landes. In der Bevölkerung (170 Mio Einwohner) steht unermesslicher Reichtum unvorstellbarer Armut gegenüber. Ute Balkenohl, die Leiterin des Lokalen Organisationskomitées (LOK) Arnsberg-Neustadt, und Annedor Ströcker, Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Norbertus und LOK-Mitglied, stellten übereinstimmend fest: "Ein gelungener Abend dank eines kurzweiligen Vortrages mit "Dönekes" von vielen Reisen. Wichtige Hinweise und Tipps für die Gastgeber wurden gegeben."

Gastgeber für die Welt: Informationsabend für Gastgeber des Weltjugendtages

Vom 27. bis 29. Juni fanden in den Gemeinden des Pastoralverbundes Arnsberg-Neustadt Informationsabende für alle statt, die sich bereit erklärt haben, im Rahmen des Weltjugendtages in der Zeit vom 11. bis 15. August Gäste aufzunehmen. Gern gesehen waren auch alle, die sich für die Tage der Begegnung interessierten. Ein Team des LOK des Pastoralverbundes hat alle Veranstaltungen vorbereitet.
Mitglieder der Lokalen Organisationskomitees standen als Gesprächspartner zur Verfügung. In der Norbertusgemeinde sorgte in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Pastor Paul Stapel aus Neheim für Informationen aus erster Hand. Herr Pastor Stapel hat selbst lange Jahre in Brasilien gelebt und nicht zuletzt über seinen Bruder, Geistlicher in Brasilien, die Kontakte zu unseren brasilianischen Gästen geknüpft. Er schilderte die Situation der Familien vor Ort, wo man von einem Durchschnittlohn i. H. v. 65 Dollar die Reisekosten von ca. 1.000,- Dollar aufbringen muss. Um den Gästen zu helfen werden jetzt Spenden für die innerdeutschen Reisekosten von Frankfurt nach Arnsberg und von hier nach Köln gesammelt. Er berichtete weiter von katholischen Gruppierungen, Lebens- und Essgewohnheiten. Zur Lösung etwaiger Sprachprobleme wurde eine Liste mit gebräuchlichen deutschen und portugiesischen Redewendungen übergeben. Außerdem stellten die LOK-Führerinnen das "Ohne-Wörter-Buch" - ein Büchlein in Bildern vor.

Musikstück - "Dabei sein, wenn die Welt kommt"

"Dabei sein, wenn die Welt kommt" - so heisst das Musikstück, das in einer Art Musical, bei dem sich nachdenkliche, freche, fromme und fröhliche Texte und Lieder abwechseln. Initiiert durch Nicola Echterhoff (Gemeindereferentin Oeventrop-Rumbeck) und Ute Balkenohl (Sozialpädagogin im JBZ Liebfrauen, Arnsberg) fanden sich alte und junge, evangelische wie katholische Solisten, Backgroundsänger, Instrumentalisten, Techniker und Sprecher u.a. aus Vosswinkel, Herdringen, Neheim, Hüsten, Arnsberg, Rumbeck und Oeventrop zusammen, um unter der musikalischen Leitung von Hartwig Diehl (Regionalkantor in Arnsberg) das Musikstück "Dabei sein, wenn die Welt kommt" einzuüben und im Dekanat Arnsberg aufzuführen. Am Samstag, 05.03. in der Liebfrauenkirche in Arnsberg, am Samstag, 12.03. in der Michaels-Kirche in Neheim, und zu guter letzt am 13.03. in der Pfarrkirche Heilige-Familie in Oeventrop. Der Eintritt war frei - die Band bat jedoch jeweils nach den Auftritten um eine Spende.
Geschrieben wurde das Musikstück von einer bunt zusammengestellten Gruppe von Textern, Musikern und Komponisten aus dem gesamten Erzbistum Paderborn. Auf einfühlsame, manchmal ernsthafte und oft humorvolle Weise gibt es Antworten auf Fragen, die die Gasteltern der Gäste beschäftigt, weckt Vorfreude und regt zum Mitarbeiten an. In "Engel zu Gast" bemerkt eine Gastfamilie erst im Nachhinein, wer das gewesen ist, der da bei ihr gewohnt und gelebt hat, und der "Bedenkenträger" fragt sich, ob wohl auch sein Klavier als Bett herhalten muss. Der "Kreuzträger" erfährt, welch Leid aber auch Erfahrung es mit sich bringen kann, ein "Kreuz" tragen zu müssen, und "Glaube verbindet" erzählt von der Kraft, die Berge versetzt, wenn - wie beim Weltjugendtag - verschiedene Menschen im einen Geist zusammen leben.
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7. Die Gastgeber

Für die Werbung der Gastfamilien war ein Flyer erstellt worden. Daraus hier einige Ausschnitte:
" Gastfamilie ???
Ja schon aber...
Gastfamilie zu sein ist gar nicht so schwer! Es gibt nur einige Kleinigkeiten zu beachten, dann ist da; alles ganz leicht! Wenn Sie Gastfamilie sein möchten, achten Sie bitte bei ihrer Urlaubsplanung 2005 darauf, dass Sie sich diese Tage freihalten! Die Gäste kommen vom 11, bis 15. August in unsere Gemeinde.
Dann sollten Sie sich überlegen, wie viele Gäste Sie aufnehmen können. Dabei wäre es zwar schön, wenn jedem Gast ein Bett zur Verfügung gestellt wird, unsere Gäste werden aber auch mit einer einfachen Isomatte, die auf dem Wohnzimmerboden liegt oder der (Schlaf-) Couch zufrieden sein.
Morgens bekommen unsere Gäste in den Gastfamilien ein Frühstück. Auch das muss nicht besonders aufwändig sein, sondern einfach so, wie es jeder im Alltag zu Hause isst. Die Gäste sollen ja in den Gastfamilien eine, typisch deutsche Familie" kennen lernen. Dazu gehört auch das Frühstück."
Weitere Fragen, die dann auch beantwortet wurden lauteten:
"Aber ich arbeite doch? Muss ich mir Urlaub nehmen für die Tage in denen ich Gäste habe? Wie verständige ich mich mit meinen Gästen? Ich kann doch keine Fremdsprache sprechen! Ich bin aber kein regelmäßiger Messbesucher/stehe der Kirche etwas ferner... Und was muss ich jetzt machen,wenn ich Gäste bei mir aufnehmen möchte?"

Unsere Gastfamilien
Im Juli 2004 lautete die Aussage, dass ca. 250 Jugendliche in den Pastoralverbund Arnsberg-Neustadt kommen werden; das hätte für die kleine Norbertusgemeinde ca. 75 Gäste bedeutet. Ungefähr 40 - 45 Betten konnten die Organisatoren im Mai 2005 melden. Die Gästezahl bröckelte über 50, 40 und 30 Gäste bis August 2005 immer mehr ab. Letztlich blieben für unsere Gemeinde nur 24 Gäste übrig. Die Verteilung führte schon zu "langen" Gesichtern, manche Gastfamilien waren sehr traurig.

Die folgenden Familien nahmen dann brasilianische Gäste auf:

Familie Enste: 2
Familie Gabriel: 2
Familie Grüne: 1
Familie Hallmann: 2
Familie Herbst: 2
Familie Homann: 2
Familie Kempen: 2
Familie Klöpper: 2
Familie Liesenfeld: 2
Familie Löseke: 2
Familie Miranda: 2
Familie Ströcker: 3

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8. Vorbereitungen des sozialen Projekts:Instrumentenbau-Workshop

Der "Under Construction Tag", der Tag der sozialen Arbeit wurde für den Freitag den 12. August geplant. Vorgesehen ist, dass die Gäste, die in den Gemeinden einquartiert sind, zusammen mit Jugendlichen aus den Gemeinden eine gemeinsame soziale Aufgabe erfüllen sollen. Für den Schwerstbehindertenbereich der Caritas-Werkstätten sollte ein Musikpavillon gebaut werden, in dem die Behinderten Erholung und Entspannung finden können, in dem aber auch ein ernsthaftes Musizieren der Musikgruppe der Caritas möglich ist.
Herr Hermann Hüls - Mellmann erstellte eine imposante Materialliste; mit Hilfe großzügiger Sponsoren wurde das Material gesammelt.
Zur Vorbereitung des sozialen Tages trafen sich in der Woche vom 18. bis zum 23. Juli drei musikinteressierte Jugendliche, die auch der Band der Gemeinde angehören. Nadine Ciba, Meike Hahne und Michael Homann sägten, schraubten, schliffen, drechselten und lackierten die ganze Woche lang, angeleitet von Hermann Hüls-Mellmann. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es entstand ein Xylophon aus Eichenholz, Perkussionsinstrumente aus Abflussrohr, und dicken Rundhölzern, eine Triangel und ein Klangblech. Schlegel zum Anschlagen des Xylophons wurden selbst gedrechselt. Zum Anschlagen der Abflussrohrtrommeln wurden Badesandalen präpariert. In das Klangsystem der Trommeln wurde schließlich noch eine Fanfare aus Gartenschlauch sowie ein Didgeridoo, ein Blasinstrument der australischen Ureinwohner, angebaut. Vor allem das Stimmen der Instrumente war eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit, so dass während der Workshopwoche kaum Zeit für Pausen blieb.

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9. Planungen

Ein vorläufiges Programm für die Tage der Begegnung sah Folgendes vor:

11. August 2005 (Donnerstag): Anreise der Gäste, Begrüßung im Pastoralverbund bzw. in den Kirchengemeinden, Unterbringung in den Gastfamilien
12. August 2005 (Freitag): Kennenlernen der Gemeinde, der Stadt Arnsberg. Durchführung eines gemeinsamen sozialen Projektes.
13. August 2005 (Samstag): Paderborn: Rund um den Dom. Das Erzbistum gestaltet einen Tag mit Aktionen, Workshops, usw. für Gäste, Gastgeber.
14. August 2005 (Sonntag): Der Sonntag steht zur freien Verfügung. Voraussichtlich soll in den jeweiligen Gemeinden ein gemeinsames Frühstück und ein gemeinsamer Sonntagsgottesdienst stattfinden. Am späteren Nachmittag wird ein Abschlussfest folgen.
15. August 2005 (Montag): Abreisetag von Arnsberg nach Köln zu dem zentralen Treffen der Jugendlichen aus aller Welt. Aus den Kirchengemeinden werden Jugendliche mit nach Köln fahren.
16. bis 21. August 2005 in Köln: 800.000 Jugendliche aus 140 Nationen, Massenunterkünfte, vielfältiges Programm bestehend aus Musik, Tanz, Spaß, Gebet, Besinnung, Gottesdienste. Anwesenheit des Papstes vom 18. bis 21. August.

Natürlich hat sich der LOK der St. Norbertus - Gemeinde einen Plan gemacht, der die wesentlichen Punkte enthielt. Der Plan war da und konnte daher - und das wurde er auch - immer wieder über den Haufen geworfen werden. Ein gewisses Gerüst blieb.
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10. Ablauf der Tage der Begegnung: Mittwoch, Donnerstag

Anfang der Woche überschlugen sich die Nachrichten. Letztlich wurde das Erscheinen der ersten Gäste für Mittwoch in Aussicht gestellt. Schnell war ein zusätzliches Programm auf die Beine gestellt und Gasteltern gefunden. Da einige Informationen "im Rohr stecken geblieben waren", erfuhren wir rechtzeitig - am Dienstagnachmittag, dass doch Anreise am Donnerstag sein würde.
Am Donnerstagabend kam dann nach langem Warten der erste Bus mit Gästen auch für die Norbertusgemeinde in der Liebfrauengemeinde an.

Dechant Hubertus Böttcher begrüßte die Reisenden und Familie Gabriel übersetzte. Schnell waren die Besucher verteilt. Gastgeber mit Besuchern und Organisatoren fuhren in das Gemeindezentrum St. Norbertus.

Nach der Erledigung von einigen wenigen Formalitäten und einem ersten Glas Wasser oder Cola ging es nach ganz kurzer Begrüßung durch die LOK-Leitung und Pfarrer Johannes Nokelski für die Gäste mit ihren Gastgebern heim.
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11. Ablauf der Tage der Begegnung: Freitag

Begrüßung
Da die Ankunft der Gäste am Donnerstagabend war, begrüßten sich die brasilianischen Gäste, Pfarrer Nokelski, die Organisatoren und Gastgeber in der Norbertuskirche. Alle Gäste erhielten von ihren Gasteltern ein Begrüßungsschreiben in portugiesischer Sprache. Dieser Text und eine deutsche Übersetzung finden sich am Schluss dieser Zusammenstellung.

Sodann begannen die Vorbereitungen und die Arbeit am sozialen Projekt.

Musik verbindet: Bau eines Musikpavillons mit Klangkörpern
Als feststand, dass an den Tagen der Begegnung ein "Under Construction - Tag" zu planen sei, ein Tag der sozialen Arbeit, des sozialen Engagements der ausländischen Gäste gemeinsam mit den Jugendlichen der Gemeinde, wurde schnell die Idee geboren, einen Musikpavillon mit verschiedenen selbstgebauten Klangkörpern zu errichten. Der Gedanke stammt von Herrn Spanke von den Caritas-Werkstätten und wurde zusammen mit Hermann Hüls-Mellmann, dem Leiter der Musikgruppe "Cantabo" der Norbertusgemeinde entwickelt. Mit diesem Vorschlag rannten sie "offene Türen bei dem Lokalen Organisationskomitee des Weltjugendtags von St. Norbertus ein". Hermann Hüls-Mellmann meinte: "Musik verbindet: Deutsche und Brasilianer, alt und jung, arm und reich, krank und gesund. Deshalb bauen wir gemeinsam bei diesem sozialen Projekt den Musikpavillon."

Dank der spontanen Bereitschaft der Caritas-Werkstätten, die im Bereich der Kirchengemeinde St. Norbertus liegen, vertreten durch Herrn Spanke fand sich schnell ein geeigneter Standort. Im Außenbereich der Schwerstmehrfachbehindertengruppe der Caritaswerkstätten Arnsberg (Altes Feld) entstand an diesem Freitag der Pavillon. Hier können nun die Behinderten Erholung und Entspannung finden, hier kann aber auch ernsthaft musiziert werden. Im Verlauf des Freitags waren 14 brasilianische Gäste, junge Frauen und Männer und Jugendliche aus der Norbertusgemeinde - assistiert von einigen Erwachsenen - damit beschäftigt, den Pavillon aufzubauen, Hölzer zu setzen, zu verbinden und zu verstreben. Ein Dach mit Unterkonstruktion schützt vor Niederschlag. Noch interessanter war der Zusammenbau der Musikinstrumente selbst, der dann begonnen wurde. Leider machte ein Platzregen einen Strich durch die Rechnung, d. h. die Arbeiten konnten leider nicht ganz abgeschlossen werden. Daher schloss Herr Hüls-Mellmann am Montag mit einigen Gemeindemitgliedern die Arbeiten ab: der Pavillon steht mit allen Instrumenten.
Im Pavillon sind selbst gebaute Musikinstrumente angeordnet, wie z. B. ein Xylophon aus Eichenholz, das zugleich als Tisch für die Frühstückspause gebraucht werden kann, Perkussionsinstrumente aus Abflussrohr (HT-Rohr), dicke Rundhölzer, eine Triangel und ein Klangblech. Schlegel zum Anschlagen des Xylophons wurden selbst gedrechselt. In das Klangsystem der Trommeln wurde schließlich noch eine Fanfare aus Gartenschlauch sowie ein Didgeridoo (Blasinstrument der australischen Ureinwohner) aus HT-Rohr eingebaut.
Ein großer Dank gilt den Caritas-Werkstätten und ihren Mitarbeitern, die das Projekt ermöglichten sowie Hermann-Josef Hüls-Mellmann, der im Wesentlichen das Projekt geplant hatte und es mit einigen Jugendlichen hervorragend vorbereitet und zusammen mit Jugendlichen, brasilianischen Gästen und einigen erwachsenen Gemeindemitgliedern umsetzte. Während einige Jugendliche und brasilianische Gäste am Musikpavillon arbeiteten, gab es von den Caritas - Werkstätten Führungen durch die Werkstätten für die behinderten Mitmenschen. Dabei stellten die Erwachsenen ein erstaunlich großes Interesse der brasilianischen Jugendlichen an den unterschiedlichsten Angeboten für die Behinderten fest.

Musikworkshop im Gemeindezentrum
Im Gemeindezentrum waren zwischenzeitlich Vorbereitungen für die Durchführung eines kleinen Musikworkshops getroffen worden. Ab 15.00 Uhr wurde nach einer kleinen Stärkung gemeinsam musiziert. .... Musik verbindet eben.

Abendsegen
Zum Abschluss des Tages trafen sich alle in der Norbertuskirche zu einem kurzen Wortgottesdienst, der in portugiesischer und deutscher Sprache stattfand.

Grillabend
Als gemeinsame Abschlussbegegnung für diesen Abend hatte der Pfarrgemeinderat einen Grillabend vorbereitet. Bei gegrillten Steaks, Würstchen und Salat sowie gekühlten Getränken verbrachte man noch einige Stunden im Gemeindezentrum. Kaum war das Feuer für das Stockbrotbraten entfacht, als ein Wolkenbruch alle Versuche zunichte machte. Das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Auf Wunsch unserer brasilianischen Gäste gingen Jugendliche aus unserer Gemeinde zusammen mit ihnen zu späterer Stunde noch in die Stadt. Pünktlich zur vereinbarten Zeit fanden sich alle wieder Zuhause ein.

Neue Gäste
Für Freitag waren ab 22.00 Uhr neue Gäste vom Organisationsteam angekündigt. Die vorgesehenen Gastgeber und unsere Organisatoren fanden sich rechtzeitig in der Liebfrauengemeinde ein. Ein Bus mit 36 Brasilianern war angekündigt. Letztlich stiegen 40 Personen aus. 10 davon - darunter Padre Claudinei de Almeida - wurden bei uns aufgenommen. Nach Mitternacht haben die meisten Gäste noch gern etwas Warmes gegessen, so dass man am frühen Morgen in die Betten kam.
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12. Ablauf der Tage der Begegnung: Samstag

Reiseziel "Paderborn"
Schon um 8.15 war Treff an der Kirche für die gemeinsame Busfahrt nach Paderborn. 24 Gäste und 21 Gemeindemitglieder verbrachten einen interessanten Tag rund um den Dom. Dort fand ein besonderes Fest mit einem bunten Programm unter dem Motto "ww.together" statt. Die Veranstaltung "ww.together" schaffte den Rahmen für ein besonderes Fest des Glaubens und der Begegnung. In den Kirchen, öffentlichen Gebäuden und den Straßen der Innenstand beherrschte der Weltjugendtag das Geschehen. Katholische Gruppen, Verbände, Kirchengemeinden, Orden usw. machten unterschiedlichste Angebote.

Mit spirituellen, caritativen und kulturellen Angeboten wurde die Vielfalt des kirchlichen Lebens in Kirche und Gesellschaft aufgezeigt. Es bestand die Möglichkeit, sich untereinander kennen zu lernen, sich auszutauschen und sich als Teil einer weltumspannenden Gemeinschaft zu erfahren. Dazu gehörte das gemeinsame Essen, Musizieren, Spielen, Diskutieren, Singen, Beten, Lachen, Meditieren und vieles mehr.
Man ging allein, in deutschen, in deutsch-brasilianischen und in brasilianischen Gruppen auf Erkundung. Auf vielen Fotos wurden sportliche, musikalische und religiöse Aktivitäten und Vorträge festgehalten. Natürlich konnte man nur einen Bruchteil der Angebote nutzen. Ein Auszug aus dem Programm (nur in Stichworten):
Spirituelle Meile: "Messdiener-Treff (Ministrantenleiter aus dem Erzbistum), Scoutmission - Glaube unterwegs (DPSG-Scoutmission), Dem Himmel näher kommen und neue Töne anschlagen (Jugendkirchenprojekte), Friedensort Jugendhaus Hardehausen (Jugendhaus Hardehausen), The fast XVI Rat(z)Singers (Musikgruppe Gegenwind aus Ostwestfalen), AMOS (Christliche Lieder der Band AMOS), Musikspuren Gottes in der Welt (Gruppe Horizont), taktlos (Sacro-Pop-Band aus Wanne-Eickel), Laudate omnes gentes (Missionsschwestern), Mit Augen Mund und Händen (kreative Bibelarbeit), Lust auf Leben (Benediktinische Impulse), Raum der Stille, Pantomime "zurück zum Vater", Holy Hour (Gemeinschaft Totus Tuus) sowie internationale Musik aus allen Erdteilen, klassische Musik, Meditationen, Gottesdienste, Euraristiefeiern usw." Meile des gesellschaftlichen Engagements: "Breakdance, Hip Hop, Sprechspiel (Nangina e. V.), Weltjugendtags-Kabarett (T. Philipzen), Interkulturelle Musik, Maskentheater, Pantomime, Arbeit (KAB), Arbeitslos (Caritas), Behinderung (Caritas), Berufsausbildung (Kolping), Ehrenamt (KJG), Eine-Welt, Gewalt, Globalisierung, Jugendarbeit, Migration, Not-und Katastrophenhilfe, Ökologie, Politik, Schule, Sucht, Versöhnung u. v. m."
Kulturmeile: Paderborner Pop-Festival, Weltbühne, Mobiler Mini Circus, Tanzperformance, Blechtrommler, Shalom, Café International, BDKJ; CAJ, DJK, DPSG, KJG, KSJ, Kolping, KLJB, Malteser, PSG, u. a. m."
Games and More: Spiele Arena, Jugendzirkus, Großspielgeräte, Boule, Beach-Sport, Klettern, Tanzen, Face- and Bodypainting, Kanu, Riesenkicker, Cheerleading, Kampfsport.

Um 18.00 Uhr bildeten die Besucher auf dem Ring um Paderborn zum Abschluss eine Menschenkette. Mit vielen Eindrücke ging die Fahrt zurück nach Arnsberg.

In der Liebfrauengemeinde
Nach der Rückkehr beteten die Paderbornfahrer unter der Leitung von Padre Claudinei in portugiesischer und deutscher Sprache den Rosenkranz.
Vereinbarungsgemäß fand dann im Gemeindezentrum der Liebfrauengemeinde ein gemeinsames Abendessen der Gastgeber und Brasilianer der Liebfrauen- und der Norbertusgemeinde statt. Nach dem leckeren Essen - vorbereitet von Herrn Heinz Gerbracht und seinem Team - serviert von Damen aus beiden Gemeinden, waren die Gäste tlw. noch zu einem Open-Air-Kino-Besuch bzw. einem Gang durch die Stadt bereit. Die Stadt war zu später Stunde bei dem regnerischen Wetter eher verschlafen und der Abend klang schneller aus als vielleicht gedacht. Andere saßen noch im Gemeindezentrum im Gespräch zusammen. Die Organisatoren und Gasteltern brachten alle Gäste zu ihren Gastfamilien.
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13. Ablauf der Tage der Begegnung: Sonntag

Natürlich war der Sonntag ein ganz besonderer Tag. Nach dem gemeinsamen Frühstück in den Familien besuchten alle zusammen den Festgottesdienst in der Norbertuskirche.

Festgottesdienst

Padre Claudinei de Almeida und Pfarrer Johannes Nokelski celebrierten gemeinsam einen Festgottesdienst. Viele waren tief beeindruckt von der Spiritualität und Frömmigkeit unserer Gäste. Begeistert wurde gesungen und gebetet - tlw. zweisprachig und zwar gleichzeitig. Die Musikgruppe "Cantabo" der Gemeinde unter der Leitung von Hermann-Josef Hüls-Mellmann hatte besondere Lieder einstudiert. Aber dabei konnten auch unsere brasilianischen Freunde mitmusizieren. Zum Schluss wurde in der Kirche getanzt, geschunkelt und gesungen.

Mittagessen
Im Anschluss an den Gottesdienst fand das Sonntagsgespräch statt - alle Gemeindemitglieder hatten die Möglichkeit der Begegnung auch mit unseren brasilianischen Freunden. Die Zeit bis zum gemeinsamen Mittagessen im Großen Saal des Gemeindezentrums verging so schnell, dass es nicht mehr möglich war eine kurze Diashow vorzuführen. In allen Räumen des Gemeindezentrums - oben und unten - herrschte reges Treiben.

Frau Doris Schneider und Frau Mariele Kloß hatten unter Mithilfe von Anneliese Rickert ein reichliches und leckeres Mittagessen (Geschnetzeltes, Reis, Nudeln, Salat, Eis) vorbereitet. Damen von der kfd halfen beim Servieren und später beim Aufräumen. Dass nicht viel von dem Essen übrig blieb, sagt eigentlich alles: Brasilianer und Deutsche griffen gut zu.

Das große Fest der Begegnung
Einen weiteren Höhepunkt der Tage der Begegnung bildete das Begegnungsfest auf dem Neumarkt. Die Leiter der verschiedenen LOK`s hatten gemeinsam überlegt und für die ganze Stadt Arnsberg ein großes Fest angedacht. Große Teile der Stadt, insbesondere aus Alt-Arnsberg und Oeventrop nahmen daran teil.

Viele waren zu dieser Art Abschlussfeier auf den Neumarkt gekommen, um sich gemeinsam an die schönen Stunden zu erinnern. Zum Kunstsommer, der mit Kunstmarkt und vielen Ausstellungen ohnehin Publikum anzog, bot die Stadt für alle Besucher ein besonderes, ein buntes Bild. T-Shirts, Kappen und Fahnen prägten das Bild. Auf der Bühne spielten dazu zahlreiche Musikgruppen sowie Einzelmusiker und auch die Chöre, die Tanzschule, die hier vor großem Publikum ihr Programm aufführten, standen den Darbietungen in nichts nach. Doch nicht nur auf der Hauptbühne war Action angesagt. Überall auf dem Neumarkt hatten viele freiwillige Helfer für Kurzweil gesorgt. Ob auf dem Street-Soccer-Feld, oder beim Minigolf, ob beim Kisten-Stapeln oder beim Rhönrad-Fahren - stets waren junge Arnsberger und internationale Gäste mit Begeisterung bei der Sache. In der evangelischen Auferstehungskirche gab es Taizé-Musik und -Gebete. Die Propstei-Kirche bildete einen "Ort der Stille. Beide Kirchen waren ganztägig für Besuche (tlw. mit Führungen) geöffnet. Führungen durch Arnsberg´s Altstadt standen hoch in Kurs.
Für das leibliche Wohl sorgten eine faire Kaffeetafel des "Eine-Welt_Ladens" sowie das DRK und das Nass. Auf die unterschiedlichste Art und Weise verbrachten unsere Gemeindemitglieder mit und ohne die brasilianischen Gäste den Nachmittag und den Abend in der Stadt. Nach einem Abendsegen schloss sich noch ein Konzert der "Holy-Spirit-Gospel-Singers" sowie von "Edible" an, ehe "die größte internationale Begegnung, die wir in Arnsberg bisher hatten" (so Herr Bürgermeister Vogel in seiner Ansprache) ausklang. Einige trafen sich zu einem Abendessen zuhause, andere in Gaststätten der Stadt. Am späten Abend traf man sich an den verabredeten Treffpunkten. Es soll auch noch Familien gegeben haben, in denen bis weit nach Mitternacht noch Musik gemacht und erzählt und .... wurde.
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14. Ablauf der Tage der Begegnung: Montag

Reisesegen
Die übrigen 18 Gäste reisten am Montag 15. August um 9.30 Uhr mit dem Zug ab Arnsberg nach Köln. 6 Gäste waren schon einen Tag früher abgereist - über Paris nach Köln - was liegt näher?

Reisesegen am Sonntagnachmittag Reisesegen am Montagmorgen

Zuvor trafen sich alle zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Norbertuskirche. Die Reisenden stellten eine brennende Kerze vor das Marienbild in unserer Kirche. Padre Claudinei und Pfarrer Johannes Nokelski sprachen den Reisesegen.

Mit dem PKW ging es dann zum Bahnhof. Alle Gastfamilien verabschiedeten die "Norbertiner" Brasilianer. Der Abschied der Gäste hat viele Gemüter bewegt: Bei vielen Gästen und Gastgebern steckte ein Klos im Hals. Voller Erwartungen reisten die Brasilianer nach Köln. Ihren Dank und ihre Zufriedenheit mit dem Aufenthalt in unserer Gemeinde brachten sie wiederholt zum Ausdruck.

Fertigstellung Musikpavillon
Am Freitag mussten die Arbeiten zur Fertigstellung des Musikpavillons witterungsbedingt abgebrochen werden. Montagnachmittag schlossen Hermann-Josef Hüls-Mellmann mit einigen Jugendlichen und Erwachsenen die Arbeiten am Pavillon ab. Nach einigen Aufräumarbeiten fand damit das Weltjugendtreffen 2005 ein ...... vorläufiges Ende.
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15. Dankschreiben

Nach Abschluss der Begegnungen bedankten sich Pfarrer Nokelski und der Pfarrgemeinderat mit folgendem Schreiben:

Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten!

"Ein begeisterndes Wochenende liegt hinter uns. Von der Ankunft der ersten brasilianischen Gäste am Donnerstag bis zu ihrer Abreise am Montagvormittag verging die Zeit wie im Flug. Die gemeinsame Arbeit am Musikpavillon, der Musikworkshop und der Grillabend am Freitag sowie die Fahrt nach Paderborn am Samstag verliefen trotz fehlender portugiesischer Sprachkenntnisse problemlos. Die freundliche und offene Art unserer brasilianischen Freunde wirkte ansteckend. In einem beeindruckenden und begeisternden Sonntagsgottesdienst kamen wir uns und Gott näher. Bei dem anschließenden gemeinsamen Mittagessen rückten wir nicht nur körperlich weiter zusammen. Ein tolles Fest auf dem Neumarkt - nur durch das Wetter getrübt - bildete den Abschluss dieser Tage. Bei der Abreise am Montagmorgen waren zum Teil auch die Augen der Gäste und Gastgeber so feucht wie das Wetter.
Herr Pfarrer Johannes Nokelski, mit ihm der Pfarrgemeinderat St. Norbertus sowie auch die Mitglieder des Organisationskomitees bedanken sich ganz herzlich bei allen Beteiligten. Zuerst gilt der Dank den Gastgebern für ihre Hilfe, ihren Einsatz sowie unseren brasilianischen Freunden. Ein ganz großer Dank richtet sich an die ganze Familie Gabriel: Alice, Luis und Dominic Gabriel standen an allen Tagen "rund um die Uhr" bereit und übersetzten, wann immer es nötig war. Besonders hervorzuheben ist auch Herr Hüls-Mellmann, der federführend das soziale Projekt vorbereitet, geleitet und abgeschlossen hat. Nicht zuletzt ist auch an die vielen Helferinnen und Helfer im Hintergrund zu denken: beim Kochen und Grillen, der Betreuung der Gäste und der Organisation in den verschiedensten Funktionen, von den ersten Planungen bis zur Abreise.
Stellvertretend für alle brasilianischen Freunde hat Padre Claudinei wiederholt - wie auch viele andere - die Dankbarkeit und Zufriedenheit über die freundliche Aufnahme und Betreuung in den Familien und der Norbertusgemeinde zum Ausdruck gebracht.
Im Zusammenwirken aller haben wir eine gelungene Begegnung erlebt, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Allen vielen herzlichen Dank!"
Der Pfarrgemeinderat St. Norbertus

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16. Unsere Jugendlichen in Köln

Eine gute Stunde nach den brasilianischen Freunden fuhren auch 4 Jugendliche aus unserer Gemeinde mit dem Zug nach Köln. Daniel Beyer, Jan Dziobaka, Michael Homann und Rebecca Ströcker schlossen sich der Gruppe des Pastoralverbundes an und verbrachten die ganze Woche in Köln. Anlässlich von Vorbereitungstreffen hatten sie sich schon darauf eingestellt, dass das ganze Unternehmen auf dem Marienfeld mit einem "Überlebenstraining" vergleichbar sein würde.
Die vier waren auch in der Turnhalle einer Grundschule untergebracht. Aber schon am Mittwoch der Woche in Köln gab es begeisterte Anrufe. Aufforderungen an die Eltern, für das nächste WJT in Sydney zu sparen, folgten kurze Zeit später. Mit anderen Worten: Man war und ist noch heute begeistert. Viele unvergessliche Eindrücke haben sich in dieser Woche in Köln für die Vier ergeben.

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17. Dankeschönabend

oder: Eine Nachlese zum Weltjugendtag 2005 in der Norbertusgemeinde
Für die Organisatoren der Tage der Begegnung stand frühzeitig fest, dass es eine "Nachbereitung" der Tage geben würde. Ein Dankeschön an die Gastgeber, die hervorragend mitgemacht hatten, lag den Beteiligten am Herzen.
Am 21. September waren die Gasteltern, die an den Tagen der Begegnung in der Norbertusgemeinde brasilianische Gäste aufgenommen hatten, zu einem gemütlichen Treffen in das Gemeindezentrum eingeladen. Fast alle Familien waren gekommen. Um die Erinnerung an diese besonderen Tage wieder aufleben zu lassen und dauerhaft beizubehalten, erhielten die Gasteltern eine Foto-CD und eine CD mit Liedern der Fazenda da Esperanca. Die Fotos zeigen Ereignisse von der Begrüßung über das soziale Projekt hinweg bis zu den gemeinsamen Treffen und der Verabschiedung auf dem Bahnhof.

Im Namen von Pfarrer Johannes Nokelski und der ganzen Norbertusgemeinde bedankten sich Annedor Ströcker, Gudrun Homann und Bernhard Grüne mit einer WJT-Kerze bei den Gastgebern für ihre Hilfe und ihr Engagement. Ein besonderer Dank ging an die Familie Gabriel, die jederzeit und überall bei der Verständigung und Übersetzung zur Seite stand. Jan Dziobaka und Michael Homann, zwei der Jugendlichen, die eine Woche an dem WJT in Köln teilgenommen hatten, berichteten begeistert anhand von tollen Fotos über ihre Erlebnisse. Die Tatsache, dass beide zum nächsten Weltjugendtag nach Sidney wollen, sagt eigentlich alles. Auch wurden erste Reaktionen unserer brasilianischen Freunde aus ihrer Heimat - regelmäßig per Internet - ausgetauscht.
Die Stunden an diesem Abend vergingen wie im Fluge; aber übereinstimmend war eine große Begeisterung über diese Tage im August und die Begegnungen zu verspüren. Die Tage waren sicherlich für alle eine Bereicherung, eine neue, besondere - auch spirituelle - Erfahrung und ein großes unvergessliches Erlebnis.
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18. Rückblick

Die Tage der Begegnungen in Zusammenhang mit dem Weltjugendtag 2005 sind (lange) vorüber. Wir haben begeisterte Jugendliche und Junggebliebene erlebt, die ihren Glauben gefeiert haben. Dankbar sind wir für das große Engagement von vielen. Es besteht die Hoffnung, dass die Planungen Spaß gemacht haben. Die Einsatzbereitschaft zeigt auch, dass die Chance zu einem neuen Aufbruch - auch in Glaubensfragen besteht.
Viele Gemeindemitglieder haben zuhause und bei den Begegnungen an vielen Orten Gastfreundschaft, Aufgeschlossenheit bewiesen. Viele positive Stimmen hat man gehört. Viele fröhlicher Gesichter waren in diesen Tagen in der Stadt zu sehen, die sich auch nicht vom trüben und teilweise nassen Wetter die gute Stimmung vermiesen lassen wollten. Die Gäste sind gefahren - nach Köln gefahren -, die positiven Eindrücke der Begegnungen sind hier geblieben. Übrigens: Die Sprache hat nie die große, wichtige Rolle gespielt. Brocken aus verschiedenen Sprachen konnten alle; der Rest war viel guter Wille: Und dann war da noch Familie Gabriel.
Diejenigen, die in irgendeiner Form beteiligt waren, haben den Eindruck vermittelt und dies auch zum Teil so gesagt:

"Wer nicht dabei war, hat was verpasst"

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